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Kemal Kulaksiz: Der Deutschländer
„Almancı“ ist ein türkisches Wort und heißt übersetzt „Deutschländer“. So bezeichnen Türk:innen Verwandte und Freunde, die, meist als sogenannte Gastarbeiter, in deutschsprachige Länder zogen und hier mit der Hoffnung auf ein besseres Leben einen Neuanfang wagten. Das Wort bezieht sich auch auf deren Nachfahren in zweiter und dritter Generation, die in Österreich, Deutschland oder der Schweiz aufgewachsen sind und da leben.
Auch bei Kemal Kulaksız geht es um Herkunft, Zugehörigkeit, Familie und Identität. Sein Debütroman Der Deutschländer erzählt von einem Vertreter der dritten Generation, von der die meisten der zugewanderten Familien hoffen, ja erwarten, dass sie es im neuen Land endlich schaffen und Erfolg haben wird. Im Mittelpunkt steht Kâmuran, dessen Vorname man mit „jemand, der sein Ziel erreicht hat“, aber auch mit „glücklich“ übersetzen kann. Doch Kâmuran ist nicht glücklich. Und schwul. Heimlich. Nach einer Auseinandersetzung mit seinem Freund flieht er zu seiner Grossmutter nach Istanbul...
Eine sehr gute Besprechung von Marlon Brand aka booksaregayasfuck findet ihr hier.









